Die 13 Wünsche der Rauhnächte: Anleitung, Beispiele und wie du sie richtig formulierst
Kein Ritual der Rauhnächte ist so beliebt wie das der 13 Wünsche. Es ist einfach, braucht kaum Material und berührt trotzdem tief, weil es dich zwingt, ehrlich zu sagen, was du dir für das neue Jahr wirklich wünschst.
Kurz gesagt: Vor der ersten Rauhnacht (24. Dezember) schreibst du 13 Wünsche auf 13 gleiche Zettel. In jeder der zwölf Nächte ziehst du einen Zettel, ohne ihn zu lesen, und verbrennst ihn. Die Wünsche übergibst du damit dem Universum. Den letzten, 13. Zettel öffnest du am 6. Januar: Um diesen Wunsch kümmerst du dich im neuen Jahr selbst.
Was ist das Ritual der 13 Wünsche?
Die Rauhnächte sind die zwölf Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Jede Nacht steht für einen Monat des kommenden Jahres. Das Ritual der 13 Wünsche verbindet diese Zeit mit einer klaren Absicht: Du legst zwölf Wünsche vertrauensvoll in andere Hände und behältst einen einzigen für dich. Mehr zur Tradition liest du in unserem Ratgeber zu Daten und Bedeutung der Rauhnächte.
Das Schöne daran: Du weißt am Ende nicht, welche zwölf Wünsche du verbrannt hast. Du musst loslassen. Genau darin liegt die Kraft des Rituals.
Was du brauchst
- 13 gleich große Zettel, am besten aus dem gleichen Papier, damit du sie später nicht unterscheiden kannst
- einen Stift
- ein Gefäß für die gefalteten Zettel, etwa eine Schale, ein Glas oder ein Säckchen
- eine feuerfeste Schale und Streichhölzer oder eine Kerze
- optional: Räucherwerk, ruhige Musik, ein Traumtagebuch
Anleitung in 6 Schritten
- Vor dem 24. Dezember: Wünsche finden. Nimm dir einen ruhigen Abend, zum Beispiel zur Wintersonnenwende am 21. Dezember. Frag dich: Was soll im neuen Jahr anders sein? Was fehlt mir? Wovon träume ich heimlich?
- 13 Wünsche aufschreiben. Jeder Wunsch kommt auf einen eigenen Zettel. Schreib so, als wäre er schon erfüllt (mehr dazu unten).
- Falten und mischen. Falte alle Zettel gleich und leg sie in dein Gefäß.
- Jede Rauhnacht einen Zettel ziehen. Vom 24./25. Dezember bis zur Nacht vom 4. auf den 5. Januar ziehst du jeden Abend einen Zettel, ohne ihn zu öffnen, und verbrennst ihn. Viele sagen dabei einen Satz wie: „Ich übergebe diesen Wunsch dem Universum. Danke.“
- Eine Nacht verpasst? Kein Problem. Verbrenne am nächsten Abend zwei Zettel.
- 6. Januar: der 13. Wunsch. Ein Zettel bleibt übrig. Öffne ihn. Dieser Wunsch ist deine Aufgabe für das neue Jahr. Um ihn kümmerst du dich selbst.
13 Wünsche richtig formulieren: die 7 Regeln
Ein Wunsch wirkt am stärksten, wenn du ihn so schreibst, dass du ihn beim Lesen schon fühlen kannst. Diese Regeln helfen dir dabei:
| Regel | Statt | Besser |
|---|---|---|
| 1. Gegenwart statt Zukunft | Ich werde gesünder. | Ich fühle mich kraftvoll und gesund in meinem Körper. |
| 2. Positiv statt verneint | Ich habe keine Geldsorgen mehr. | Ich habe genug Geld und fühle mich sicher. |
| 3. Gefühl statt nur Ding | Ich habe ein neues Auto. | Ich fahre entspannt und frei in meinem neuen Auto. |
| 4. Bei dir statt bei anderen | Mein Partner hört mir endlich zu. | Ich sage klar, was ich brauche, und werde gehört. |
| 5. Konkret, aber offen | Ich bin glücklich. | Ich gehe jeden Morgen gern zur Arbeit. |
| 6. Kurz statt verschachtelt | Ich hoffe, dass vielleicht … | Ein klarer Satz, eine Absicht. |
| 7. Ehrlich statt vernünftig | Was andere von dir erwarten | Was du dir wirklich wünschst |
40 Beispiele für deine 13 Wünsche
Nimm diese Beispiele als Anregung, nicht als Vorlage. Die besten Wünsche klingen nach dir.
Liebe und Beziehung
- Ich bin in einer Beziehung, in der ich mich gesehen und sicher fühle.
- Ich lasse los, was mir nicht guttut, und mein Herz ist frei.
- Ich begegne einem Menschen, bei dem ich ganz ich selbst sein kann.
- Mein Partner und ich lachen wieder viel miteinander.
- Ich liebe mich selbst so, wie ich bin.
Gesundheit und Körper
- Ich schlafe tief und wache erholt auf.
- Ich bewege mich jeden Tag mit Freude.
- Mein Körper ist stark, und ich höre auf ihn.
- Ich habe Ruhe in mir, auch wenn es um mich herum laut ist.
- Ich esse mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen.
Geld und Fülle
- Geld kommt leicht zu mir, und ich gehe gut damit um.
- Ich verdiene genug, um mir meine Wünsche zu erfüllen.
- Ich habe ein Polster, das mir Sicherheit gibt.
- Ich bin dankbar für alles, was ich habe, und es wird mehr.
- Ich traue mich, für meine Arbeit fair bezahlt zu werden.
Beruf und Berufung
- Ich habe eine Arbeit, die mich erfüllt.
- Ich finde den Mut, mich selbstständig zu machen.
- Meine Arbeit wird gesehen und geschätzt.
- Ich habe genug Zeit für mich und meine Familie.
- Ich wachse über mich hinaus und bin stolz auf mich.
Familie und Freundschaft
- Ich habe Frieden mit meiner Familie.
- Meine Kinder sind gesund und glücklich.
- Ich habe Freundinnen, auf die ich mich verlassen kann.
- Ich verzeihe und fühle mich leichter.
- Ich verbringe mehr echte Zeit mit den Menschen, die ich liebe.
Zuhause und Lebensort
- Ich lebe in einem Zuhause, in dem ich zur Ruhe komme.
- Ich finde die passende Wohnung, ganz ohne Stress.
- Mein Zuhause ist ordentlich, hell und voller Wärme.
- Ich lebe an einem Ort, an dem ich mich wirklich zugehörig fühle.
- Ich habe einen Garten, in dem ich aufblühe.
Seele und Selbstwert
- Ich vertraue meiner Intuition.
- Ich sage Nein, wenn ich Nein meine.
- Ich bin mutig und probiere Neues aus.
- Ich bin mir selbst die beste Freundin.
- Ich lebe im Hier und Jetzt.
Freiheit und Erlebnisse
- Ich reise an einen Ort, von dem ich lange geträumt habe.
- Ich lerne etwas, das mir Freude macht.
- Ich habe Zeit für ein Hobby, das nur mir gehört.
- Ich erlebe jeden Monat etwas, das mich staunen lässt.
- Ich lebe leicht, frei und voller Freude.
Warum gerade 13 Wünsche?
Zwölf Wünsche entsprechen den zwölf Rauhnächten und damit den zwölf Monaten des neuen Jahres. Der 13. Wunsch steht für das, was du selbst in der Hand hast. Er erinnert dich daran, dass ein Wunsch nicht nur Vertrauen braucht, sondern manchmal auch deinen ersten Schritt.
Der 13. Wunsch: was tun am 6. Januar?
Öffne den letzten Zettel bewusst, am besten in einem ruhigen Moment. Lies den Wunsch laut. Dann überlege: Was ist der allererste kleine Schritt, den ich dafür in den nächsten sieben Tagen tun kann? Schreib ihn auf und häng den Zettel an einen Ort, an dem du ihn täglich siehst, zum Beispiel an den Spiegel oder in dein Portemonnaie.
Und wenn dir der 13. Wunsch gar nicht gefällt? Dann frag dich ehrlich, warum. Oft ist genau der Wunsch übrig geblieben, vor dem wir uns ein bisschen fürchten.
Wünsche verbrennen: so geht es sicher
- Verbrenne die Zettel in einer feuerfesten Schale, auf dem Balkon oder an einem offenen Fenster.
- Halte Wasser bereit und lass die Flamme nie unbeaufsichtigt.
- Wer nicht verbrennen kann oder will, kann die Zettel auch vergraben oder einem fließenden Gewässer übergeben (dann am besten aus Papier ohne Beschichtung).
- Die Asche kannst du am 6. Januar in die Erde geben, zum Beispiel unter einen Baum.
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Rauhnächte mit Stella ansehenHäufige Fragen
Wann schreibt man die 13 Wünsche?
Vor der ersten Rauhnacht, also spätestens am 24. Dezember. Viele schreiben sie zur Wintersonnenwende am 21. Dezember.
Darf man die Zettel lesen, bevor man sie verbrennt?
Nein. Der Sinn des Rituals ist, loszulassen. Du ziehst den Zettel blind und verbrennst ihn ungelesen.
Was passiert, wenn ich eine Rauhnacht vergesse?
Nichts Schlimmes. Verbrenne in der nächsten Nacht einfach zwei Zettel.
Was mache ich mit dem 13. Wunsch?
Du öffnest ihn am 6. Januar. Um diesen Wunsch kümmerst du dich im neuen Jahr selbst, am besten mit einem ersten kleinen Schritt in der ersten Januarwoche.
Kann ich das Ritual auch mit Kindern machen?
Ja. Kinder lieben das Ritual. Lass sie ihre Wünsche malen statt schreiben und übernimm das Verbrennen selbst.
Wie viele Wünsche darf ich pro Zettel schreiben?
Einen. Jeder Zettel trägt genau einen klaren Wunsch.
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